Die 10 häufigsten Fehler bei der Firmengründung

Die folgenden Fehler treten bei einer Firmengründung in der Schweiz besonders häufig auf. Dabei liessen sie sich so leicht vermeiden!

 

1. Schnell ein Logo entwerfen

Viele Gründer möchten so schnell wie möglich ihre Briefschaften und ihren Internetauftritt komplettieren. Sie entwerfen ein Logo für ihr junges Unternehmen, noch ehe sie einen Handelsregistereintrag vorliegen haben. Später allerdings stellt sich heraus, dass der Firmenname aus rechtlichen Gründen nicht verwendet werden darf.

Der Gründer muss einen neuen Namen bestimmen und jetzt auch noch erklären, warum sich der Name und sein Logo geändert haben. Die getätigten Ausgaben sind umsonst gewesen, zudem wirft es kein gutes Licht auf den Gründer, wenn er derart übereilt handelt.

2. Keinen Businessplan erstellen

Der Businessplan stellt die Grundlage für die weitere Finanzplanung des Unternehmens dar und bietet einen Überblick darüber, wo die Firma in wenigen Jahren stehen möchte. Ausserdem ist der Businessplan die Grundlage für die Beantragung von Firmenkrediten und öffentlichen Zuschüssen.

Wer keinen solchen Plan zur Hand hat, verliert sein Ziel aus den Augen. Wichtig: Der Businessplan sollte eine Analyse der Konkurrenz enthalten.

3. Sich nicht um die Finanzen kümmern

Dieser Fehler ist fast noch schwerwiegender als der fehlende Businessplan. Immerhin hängt davon das Überleben als Unternehmen ab! Nur der Unternehmer, der genau weiss, welche Einnahmen er erzielt und welche Ausgaben zu stemmen sind, kann sein Budget richtig planen.

Er wird nicht von der aktuellen Finanzlage überrascht und ist jederzeit in der Lage, wichtige Entscheidungen zu treffen. Wer selbst seine Finanzen nicht gut im Griff hat, sollte sich dafür einen Buchhalter oder Steuerberater zur Seite holen.

4. Keine Mehrwertsteuernummer beantragen

Bei einem Umsatz von weniger als CHF 100’000 ist kein Unternehmer dazu verpflichtet, eine Mehrwertsteuernummer zu beantragen. Das heisst im Umkehrschluss aber auch, dass er die Mehrwertsteuer nicht abrechnen kann. Es ist somit in vielen Fällen sinnvoll, freiwillig die Mehrwertsteuernummer zu beantragen und dafür im Gegenzug die effektive Abrechnungsmethode anwenden zu können.

In deren Rahmen bekommen Sie die Vorsteuer, die Sie selbst auf Ihre Ausgaben zahlen mussten, zurückerstattet. Dies ist vor allem vor dem Hintergrund grösserer Investitionen wichtig.

5. Keine Vermarktungsstrategie

Kunden sind für jedes Unternehmen das Wichtigste. Achten Sie daher darauf, dass immer genügend Kunden vorhanden sind! Vernachlässigen Sie die Akquise nicht und suchen Sie sich eine Vermarktungsstrategie.

Achten Sie darauf, wo Sie Ihre Zielgruppe am besten erreichen, und nutzen Sie die Social Media Möglichkeiten für sich. Sie müssen festlegen, warum Ihre Kunden genau bei Ihnen und nicht bei der Konkurrenz kaufen sollten. Danach können Sie eine Marketingstrategie aufbauen.

6. Keine Pause gönnen

Jeder junge Unternehmer weiss, dass die Anfangszeit der pure Stress ist. Die langen Arbeitszeiten zehren an den Kräften und schon bald fühlen Sie sich ausgelaugt und völlig fertig. Wer nicht rechtzeitig innehält, läuft allerdings Gefahr, in ein Burn-out zu rutschen.

Es ist somit wichtig, von Anfang an zu wissen, wie Auftragsspitzen abgefangen werden können und was getan werden kann, damit auch Sie selbst als Unternehmer eine Pause bekommen.

7. Keine Mitarbeiter beschäftigen

Der Gedanke dahinter ist verständlich: Mitarbeiter kosten Geld, ihr Lohn muss erst einmal erwirtschaftet werden. Doch das ist zu kurz gedacht. Zum einen wächst ein Unternehmen an einem passenden Team, das intern gut zusammenarbeitet und möglichst vielfältiges Fachwissen in die Firma einbringt. Zum anderen kann das Leistungsangebot deutlich erhöht werden, wenn die Arbeit auf mehreren Schultern lastet.

Ausserdem lassen sich Personalkosten steuerlich geltend machen und senken den steuerpflichtigen Gewinn. Die Kosten lasten demzufolge nicht allein auf den Schultern des Unternehmers.

8. Wettbewerber nicht beachten

Viele junge Unternehmer sind begeistert von ihrer Idee und verschlafen dabei die Tatsache, dass auch andere Unternehmer tolle Ideen haben. Handelt es sich dann noch um dieselbe Idee, wird das Eis, auf dem sich der Existenzgründer bewegt, sehr dünn.

Er muss unbedingt dafür sorgen, dass er ein Alleinstellungsmerkmal hat, das marketingtechnisch genutzt werden kann. Der Wettbewerb muss beobachtet werden, um auf Veränderungen auf dem Markt direkt reagieren zu können.

9. Zu hohe Ziele setzen

Ein grosser Ehrgeiz ist verständlich, allerdings sollte auch ein sehr motivierter Jungunternehmer darauf achten, den Bogen nicht zu überspannen. Wer sich übernimmt, riskiert seine Gesundheit und fällt dann erst recht ein ganzes Stück zurück.

Wichtig ist, dass sich jeder Unternehmer darauf besinnt, was er selbst leisten kann und fachlich versteht. Für alles andere sollte er sich fachkundige Hilfe ins Boot holen. Gutes Personal ist die wichtigste Ressource im Unternehmen.

10. Keine Gründungsvereinbarung aufsetzen

Natürlich, wenn gute Bekannte oder ehemalige Kollegen eine GmbH gründen, gehen sie nicht davon aus, dass sich der Wind einmal drehen kann und sie sich nicht mehr verstehen. Doch unverhofft kommt oft und es ist immer empfehlenswert, alle Regelungen und Absprachen schriftlich festzuhalten.

Vor allem geht es um die Regelung der finanziellen Aspekte: Wie sind die Stammanteile bewertet? Wer haftet mit welcher Summe für Verbindlichkeiten? Auch mögliche Ausstiegsszenarien der Gesellschafter sollten schriftlich geregelt sein. Ideal ist das Aufsetzen einer Gesellschaftervereinbarung direkt nach der Gründung oder sogar noch vorher. Hierzu berät auch gern ein Notar, der sämtliche Regelungen rechtssicher formulieren wird.

Sie haben Fragen, wollen sich über Versicherungen für Unternehmen informieren oder wollen genauer wissen, wie Sie diese und weitere Fehler bei der Firmengründung in der Schweiz vermeiden können? Wir freuen uns auf Ihren Anruf, bitte vereinbaren Sie einen Termin zur Beratung durch unsere Experten!

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