Firmengründung in der Schweiz: Die besten Tipps

Dank der stabilen wirtschaftlichen Lage gründen sich in der Schweiz so viele junge Unternehmen wie in kaum einem anderen europäischen Land. Vorrangig sind es KMU mit weniger als 20 Beschäftigten. Das Schöne: Wer nicht gerade in einem Gesundheitsberuf tätig ist oder einen sozialen oder pädagogischen Beruf ausüben möchte, braucht keine besonderen Bewilligungen der Kantone für die Gründung. Die folgenden Tipps sorgen überdies (hoffentlich) für Erfolg:

 

1. Überlegt starten

Auch wenn Studien belegen, dass Selbstständige meist glücklicher sind als Angestellte, gilt das doch nur, wenn sie Erfolg mit ihrer Tätigkeit haben. Dieser wiederum stellt sich nur ein, wenn von Anfang an überlegt gehandelt wird. Es reicht nicht, eine gute Idee zu haben, diese muss auch Marktpotenzial mitbringen. Des Weiteren ist ein Businessplan aufzustellen, der zum Beispiel für die Vergabe von Krediten nötig ist. Ausserdem muss die passende Rechtsform bestimmt und der Eintrag im Handelsregister vorgenommen werden. Wichtig ist überdies der unbedingte Wille zum Erfolg sowie das Wissen, dass auf nicht absehbare Zeit die Tage lang und die Nächte kurz sein werden. Der Selbstständige arbeitet selbst und ständig!

2. Die Branche kennen

Die Idee, mit der künftig Geld verdient werden soll, muss nicht zwingend neu und bahnbrechend sein. Besser ist es, wenn Sie Ihr Produkt gut kennen und wissen, wie es zu vermarkten ist. Haben Sie bereits einige Jahre damit zu tun gehabt, kennen Sie die Stärken und Schwächen des Produkts, haben eventuell ein Netzwerk, auf das Sie zugreifen können. Sie wissen auch, was der Markt verlangt, welche Preise möglich und wie die Gewinnspannen sind. Eine genaue Analyse ergibt darüber hinaus mögliche Verbesserungen des Produkts und zeigt Marktlücken auf.

3. Erfolg haben wollen

Als angehender Unternehmer sollten Sie bereit sein, sehr viel und sehr lange zu arbeiten. Es wird Durststrecken geben, die sich scheinbar endlos hinziehen, bis wieder ein Silberstreif am Horizont auftaucht. Viele Existenzgründer berichten von Wochenarbeitszeiten zwischen 60 und 70 Stunden in der Woche, auch am Wochenende oder an Feiertagen sind sie im Dienst der Firma unterwegs oder sitzen vor dem Computer. Was ein wenig demotivierend wirken kann, ist fehlendes Selbstvertrauen. Auch davon sollte ein Unternehmer genügend haben und sich sagen, dass sein Vorhaben natürlich von Erfolg gekrönt sein wird. Daran darf es keine Zweifel geben!

4. Businessplan perfekt gestalten

Der Businessplan stellt so etwas wie den Leitfaden eines Unternehmens dar und zeigt, auf welcher Basis die Firma derzeit agiert und welche Wunschvorstellungen bestehen. Dargestellt werden Art und Umfang der Finanzierung sowie die wirtschaftliche Tätigkeit des Unternehmens. Viele Existenzgründer sehen im Businessplan nur eine lästige Pflicht, die zwischen ihnen und einem Kredit von der Bank oder einem Förderkredit steht. Dabei kann der Businessplan so viel mehr! Er dient auch als Überblick für den Jungunternehmer selbst, zeigt etwaige Risiken und Stolpersteine auf. Er verhindert, dass sich ein Unternehmer blind in ein Vorhaben stürzt, das gar nicht tragfähig wäre. Ausserdem werden durch den Businessplan, wenn dieser im Laufe der Geschäftstätigkeit überarbeitet wird, häufig genug auch unvorhergesehene Marktentwicklungen und Fehlkalkulationen deutlich, sodass das Unternehmen frühzeitig dagegen ansteuern kann.

5. Rechtsform clever wählen

Die Wahl der Rechtsform gehört zu den wichtigsten Entscheidungen, die der Jungunternehmer treffen muss. Die einzelnen Rechtsformen haben verschiedene finanzielle Auswirkungen auf die Firma, die es zu berücksichtigen gilt. Dies kann durchaus zum Problem werden, denn die meisten Unternehmen müssen sich erst nach oben arbeiten und haben anfangs deutlich höhere Ausgaben als Einnahmen. Es ist daher wichtig, Sparpotenziale zu erkennen und das eben auch bei der Wahl der Rechtsform. Sinnvoll ist es meist, eine Einzelfirma oder eine GmbH zu gründen, auch eine Aktiengesellschaft kann unter bestimmten Umständen infrage kommen.

6. Marketingkonzepte erstellen

Auch schon direkt nach der Firmengründung sollte ein Marketingkonzept vorliegen. Die beste Geschäftsidee kann nur so erfolgreich sein, wie die Nachfrage auf dem Markt ist. Dieser wiederum muss wissen, dass es Ihr Produkt oder Ihre Leistung gibt! Erstellen Sie ein strukturiertes Marketingkonzept und definieren Sie Ihre Zielgruppe genau. Sie müssen wissen, wer Ihr Produkt kaufen soll bzw. wird und wie diese Zielgruppe am besten zu erreichen ist. Denken Sie dabei auch an die Social Media Marketingmöglichkeiten, denn diese sind heutzutage in vielen Fällen die beste Variante, an die Zielgruppe so nah wie möglich heranzukommen. Hinzu kommt, dass sich über Social Media viele kostengünstige Möglichkeiten der Werbung ergeben. Ein Fakt, den Gründer unbedingt berücksichtigen müssen, da sie die Ausgaben in der Regel so gering wie möglich halten wollen.

7. Wettbewerber kennen

Am Ende überleben nur die Unternehmen, die besser sind als der Wettbewerb. Dafür aber muss dieser bekannt sein! Schon vor der eigentlichen Start-up-Phase sollten Sie sich darüber informieren, wer Ihre Wettbewerber sind und was sie Ihnen eventuell voraus haben. Haben Sie einen Wettbewerbsvorteil gegenüber der Konkurrenz erreicht, ruhen Sie sich nicht darauf aus, sondern bleiben Sie am Ball. Sie müssen immer versuchen, einen Schritt voraus zu sein! In vielen Branchen ist der Markt sehr schnelllebig und was heute noch aktuell ist, ist morgen schon längst veraltet. Wer auf seinem aktuellen Stand stehen bleibt, riskiert, hinter den anderen zurückzubleiben und in Vergessenheit zu geraten. Einen Rückstand wieder aufzuholen, ist oftmals schwerer als ein Neustart.

8. Kapitalbedarf gut planen

Eine Firmengründung verschlingt keine Unsummen an Geld. Vielmehr sind es die laufenden Kosten, die so manchem Unternehmen zu schaffen machen. Es ist daher ein wichtiger Tipp, wenn Sie bereits bei der Gründung einen Kostenplan aufstellen, aus dem sich der Kapitalbedarf ergibt. Was müssen Sie an Mieten zahlen? Beschäftigen Sie bereits Mitarbeiter? Wie hoch muss der eigene Unternehmerlohn sein? Welche Versicherungen für Unternehmen sind zu zahlen? Ausserdem sind vielleicht Maschinen und Anlagen zu kaufen, es werden Firmenfahrzeuge benötigt und die Ausgaben für das Marketing müssen bedacht werden.
Gleichzeitig sollten Sie überlegen, woher das Kapital kommt. Aus dem Verkauf des Produkts oder der Leistungserbringung wird es anfangs nur spärlich fliessen. Gibt es Förderkredite oder Zuschüsse? Hier bitte unbedingt EU-weit und innerhalb der Schweiz schauen, denn verschiedene Programme sind auch auf unterschiedlichen Ebenen angelegt.

Sie haben Fragen rund um die Firmengründung in der Schweiz? Bitte wenden Sie sich gern an uns, unsere Experten beraten Sie zu den oben genannten und vielen weiteren Punkten, die für Sie als Jungunternehmer überlebenswichtig sein können!

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