Privatkredit: Kreditlaufzeit richtig wählen

Wer sich für einen Kredit interessiert, geht in den meisten Fällen davon aus, dass die Laufzeit so kurz wie möglich gewählt werden sollte. Es wird davon ausgegangen, dass sich damit Kosten einsparen liessen, weil die Zinsen auf eine geringere Laufzeit berechnet würden. Doch es gibt Fälle, in denen wird eine zu kurz gewählte Laufzeit sogar zum Problem.

Konsumkreditgesetz

Durch Rückzahlung sparen

Die landläufige Meinung über Kredite und optimale Laufzeiten lässt sich einfach zusammenfassen: Je kürzer die Laufzeit gewählt wird, desto günstiger muss der Kredit sein. Doch das ist ein Irrtum! Zumindest in einigen Fällen kann eine zu kurze Laufzeit eher problematisch als hilfreich sein. Aber: Wer beim Abschluss des Kreditvertrags auf eine tendenziell längere Tilgungsfrist setzt, kann seinen Kredit dennoch zeitiger ablösen. 

Die Zinsen, die für die restliche Laufzeit angefallen wären, verfallen dann. Das Konsumkreditgesetz sieht vor, dass eine Rückzahlung des Kredits schon vor dessen regulären Ablauf möglich sein muss, verteuern darf dieses Vorgehen den Kredit jedoch nicht. Die noch offenen Kreditzinsen, die für die gesamte Laufzeit angefallen wären, verfallen dann. Der Sinn dahinter ist, dass der Gesetzgeber sicherstellen will, dass Kreditnehmern keine Hürden in den Weg gestellt werden, wenn sie ihre Schulden früher abbezahlen möchten.

Zu spät gezahlt? Vorsicht vor Verzugszinsen!

Bei der Kreditantragstellung wird geprüft, ob der Antragsteller in der Lage sein wird, binnen 36 Monaten seinen Kredit zu tilgen. Damit soll ein gewisser Schutz vor Überschuldung entstehen. Wichtig: Die Laufzeit des Kredits sollte immer so berechnet werden, dass eine Tilgung problemlos möglich ist. Dafür wird ein Budget aufgestellt, das sämtliche Einnahmen und Ausgaben sowie einen Puffer beinhaltet. Zwei Varianten sind möglich:

    • Die Laufzeit ist länger als nötig gewählt
      Im Laufe der Tilgung des Kredits fällt dem Kreditnehmer auf, dass er zusätzliche finanzielle Mittel hat oder dass sein finanzieller Spielraum pro Monat grösser ist als gedacht. Er kann den Kredit vorzeitig ablösen, die eigentlich noch fälligen Zinsen für die nun weggefallenen Zahlungsmonate entfallen.
    • Die Laufzeit ist zu kurz gewählt
      Hier ergibt sich mitunter ein Problem: Der Kreditnehmer kann seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen. Bei einer kurzen Kreditlaufzeit steigt die monatliche Belastung durch Tilgungs- und Zinszahlungen. Können diese nicht gestemmt werden, kommt es zu Zahlungsverzügen und damit zur Fälligkeit von Verzugszinsen.

Verzugszinsen verteuern einen Kredit und werden überdies bei der Zentralstelle für Kreditinformation registriert. Damit wiederum wird die Kreditwürdigkeit des Betreffenden nachhaltig verschlechtert und auch künftige Kreditaufnahmen können problematisch oder sehr teuer werden.

Zusammengefasst: Gute Planung der Kreditlaufzeit ist wichtig

Bitte planen Sie bei der Planung des möglichen Kredits einen ausreichend grossen Puffer zusätzlich zu den regulären Ausgaben ein. Was ist, wenn das Auto kaputt ist oder eine Renovierung ansteht? Oft werden derartige Ausgaben in der Monatsplanung vergessen. Verhindern Sie auf jeden Fall, dass es zu Verzugszinsen kommt, eventuell lässt sich in Absprache mit der kreditgebenden Bank der Kreditvertrag noch einmal ändern und die Laufzeit verlängern. Dies birgt allerdings auch das Risiko eines höheren Zinssatzes.

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