Das Schweizer System ist anders
In der Theorie könnten Vater, Mutter und Kinder bei jeweils unterschiedlichen Kassen versichert sein. In der Praxis ist das allerdings doch etwas umständlich. Fakt ist: Kinder müssen spätestens drei Monate nach ihrer Geburt krankenversichert sein.
Da die ersten Monate speziell nach der Geburt in der Regel recht hektisch sein können, lohnt es, Kinder bereits vor ihrer Geburt bei einer Krankenkasse anzumelden. Zumal Sie in dem Fall (und in der Regel) Zusatzversicherungen abschliessen können, ohne dass der Gesundheitszustand des Kindes überprüfbar ist. Später ist das eventuell nicht möglich.
Tipp: Schliessen Sie auf jeden Fall eine Zahnversicherung ab. Korrekturen der Zähne sind bei Kindern nicht selten – und können teuer werden.
Wie Sie bei der Familienversicherung sparen können
Immerhin: Kindern gewähren die Versicherer die gesetzliche Grundversicherung zu deutlich verbilligten Prämien. Davon ab bieten die grossen Versicherungen wie SWICA oder Helsana sehr wohl spezielle Familientarife mit einem Nachlass an.
Einige Kassen gewähren ausserdem konkrete Familienrabatte auf Zusatzversicherungen. Wieder andere Kassen bieten eine Art Staffelung. Ab dem zweiten Kind gibt es einen Rabatt, für das dritte Kind ebenfalls – jeweils bis 18 Jahre, versteht sich. Rabatte ab dem zweiten Kind gibt es zum Beispiel bei:
Ab dem dritten Kind ausserdem bei:
- SWICA
- Helsana
- Agrisano
- Aquilana
- Concordia
- ÖKK
- Progrès
- Provita
- Rhenusana
- Sana24
- Slkk
- Sodalis
- Visana
- Vivacare
- etlichen kleineren Versicherern
Neben Kindern gewähren obendrein viele Versicherer jungen Erwachsenen bis 25 Jahre günstigere Prämien. Ein Vergleich lohnt also auf jeden Fall, zumal Sie obendrein mit der Franchise und einem anderen Versicherungsmodell (HMO, Hausarzt, Helme) sparen können. Egal, ob nun bei Ihrer eigenen Prämie oder bei der Ihrer Kinder.
Familienversicherung: Unterschiede in Leistung und Kosten
Denn da die Mitversicherung von Kindern in der Schweiz keiner gesetzlichen Regelung unterliegt, gibt es von Krankenkasse zu Krankenkasse mitunter grosse Unterschiede. Und zwar sowohl in den Leistungen wie eben auch in den Kosten.
Dennoch gilt Obacht: Günstige Prämien schonen zwar den Geldbeutel, lassen im schlimmsten Fall aber wichtige Leistungen vermissen. Davon ab sind gerade bei den Zusatzversicherungen viele überfordert. Hier lohnt daher oft die Hilfe eines Experten, der sich mit dem Thema auskennt.
Wichtige Leistungen im Überblick
Es gibt keine pauschale Aussage darüber, welche Serviceleistungen Krankenkassen für Familien anbieten. Dennoch profitieren Versicherungsnehmer von mannigfaltigen Angeboten, unter denen sich Kunden für präferierte Services entscheiden können.
Beispielsweise haben einige Versicherungsgesellschaften Angebote in ihr Programm aufgenommen, die besonders attraktive Prämien für Kinder versprechen. Einige Anbieter offerieren sogar eine Kinderbetreuung. Dieser Service soll Eltern entlasten.
Ausserdem unterstützen die Ansprechpartner betroffene Eltern dabei, im Bedarfsfall schnell eine Kinderbetreuung zu organisieren. Partiell ist es möglich, Regelungen für ein Kapital im Todesfall zu vereinbaren. In diesem Fall sind Hinterbliebene und Kreditgeber effizient abgesichert.
Fazit
Eine pauschale Antwort auf die Frage nach den besten Krankenkassen für Familien ist eigentlich nicht möglich. Hier hängt zu viel vom Bedarf der einzelnen Familien sowie obendrein der einzelnen Familienmitglieder ab. Um einen Vergleich kommen Sie daher nicht herum.
Spezielle Familienversicherungen finden Sie vor allem bei den grossen Krankenkassen wie SWICA, Sanitas, Helsana, Compact oder Agrisano. Diese bieten teilweise bis zu 90 Prozent Nachlass auf die Versicherungsprämie für Familienmitglieder.
Trotzdem sollten Sie auch den kleinen, mitunter nur regional tätigen Krankenkassen einen Blick gönnen. Möglich, dass selbst eine kleine Kasse mit einem speziellen Angebot für Familien oder Rabatten lockt.
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