Machen Langzeitpflege-Versicherungen Sinn?

Der Gedanke, im Alter auf Hilfe angewiesen zu sein, ist für viele kein leichter. Zu der Hilflosigkeit gesellen sich schnell finanzielle Ängste, denn die Pflege im Alter kann nicht selten ein kleines Vermögen verschlingen. Kann eine Langzeitpflege-Versicherung für den Fall der Fälle vorsorgen?

Machen Langzeitpflege-Versicherungen Sinn

Voraussetzungen für eine Langzeitpflegeversicherung

Wie bei jeder Zusatzversicherung müssen Interessierte eine Menge Fragen zu ihrer Gesundheit beantworten. Alte Menschen haben es besonders schwer, eine Zusatzversicherung zu erhalten, besonders wenn sie sie nötig haben. Manche Versicherer wie Helsana bieten eine Langzeitpflegeversicherung deshalb ganz ohne Prüfung an.

Doch die Helsana ist derzeit stark in der Kritik, da die Karenzzeit zwei Jahre beträgt, während dieser viele ältere Menschen ihr Vermögen aufbrauchen oder sogar sterben. Ausserdem erhalten Menschen die CURA automatisch von der Helsana, wenn sie das Rentenalter erreichen, die monatlichen Kosten liegen hier bei 30 Franken. Wenn dies nicht gewollt ist, muss sich abgemeldet werden.

Deshalb stellt sich die Frage: Macht eine Langzeitpflegeversicherung Sinn?

Pflegekosten im Altersheim

Die Pflegekosten im Altersheim werden zu einem Grossteil von den Kantonsbeiträgen und Versicherungsbeiträgen getragen, doch die Selbstkosten, die Betroffene trotzdem noch zahlen müssen, schnellen nicht selten in den sechs-stelligen Bereich. Expertinnen und Experten raten daher vom Abschluss einer Langzeitpflegeversicherung ab.

Die Gründe sind dafür

    • Kosten/Nutzen Rechnung geht nicht auf
    • Karenzzeit von zwei Jahren
    • Hohe Selbstkosten, Aufbrauchen des Vermögens

Pflegeversicherung lohnt sich für Vermögende

Lediglich wohlhabende Personen haben einen Vorteil von der Langzeitpflegeversicherung, da sie nie Ergänzungsleistungen beziehen und das Erbe für ihre Nachkommen sparen.

Die monatlichen kosten für eine Pflege können sich zwischen 6000 und 8000 Franken belaufen. Die obligatorische Grundversicherung der Schweizer Krankenkassen übernimmt ohne zeitliche Limitierung die medizinischen Leistungen von Pflegefällen. Ausgenommen davon sind Verpflegung, Infrastruktur, Reinigung und die Gebäudenutzungen, die mit Zusatzversicherungen abgedeckt werden können.

Private Pflegeversicherung

Wer über das gewisse Vermögen verfügt und sich für eine private Pflegeversicherung interessiert, hat die Möglichkeit sich für einen Vermögensschutz zu entscheiden, um die riskante Langzeitpflege privat zu versichern. Dafür empfiehlt es sich, einen Finanzplan zu erstellen und vorsorglich herauszustellen, ob sich Einnahmen und Ausgaben im Rentenalter decken oder nicht.

Aufgerechnet werden müssen unter Umständen folgende Faktoren:

Einnahme

Ausgaben

– Rentenleistungen aus AHV und Pensionskasse,

– Erwerbseinkommen von jüngeren Partnern,

– voraussichtliche Vermögenserträge,

– Mieteinnahmen o.ä.

– Ausgaben für die Aufrechterhaltung des Lebensstandards des Partners (und ggf. weiteren Personen),

– Steuern

– die privat zu begleichenden Pflegekosten im Langzeitpflegefall (im angestrebten Langzeitpflegestandard)

Wenn unterm Strich eine Einkommenslücke entsteht, müssen sich Betroffene entscheiden, wie sie diese schliessen wollen, wenn sie sich nicht gegen eine private Versicherung entscheiden. Dafür gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder wird die Einkommenslücke durch Nutzung des eigenen Vermögens erreicht. Diese Variante lohnt sich für sehr reiche Rentnerinnen und Rentner, für die diese Kosten nicht massgeblich ins Gewicht fallen.

Oder aber es wird sich für eine private Langzeitpflegeversicherung entschieden, die im Fall der Fälle zur Deckung der Pflegekosten eine steuerfreie Rente auszahlen würde. Durch die Beiträge an die Versicherung, verkleinert sich das Vermögen zwar, doch die Prämie wird oft durch die Einnahmen nach der Pensionierung gedeckt.

Für eine sinnvollere Pflegeversicherung: neue Lösungen sind gefragt

Damit eine Langzeitpflegeversicherung auf Dauer noch rentabler und finanzierbar ist, sollten Versicherungsgesellschaften neue Lösungen präsentieren. Ein Beispiel ist ein Angebot der EGK, die modulare aufbaubare Policen präsentiert, mit der sich Versicherungsnehmer ihren Schutz individuell zusammenstellen lassen können.

In diesem Fall ist es beispielsweise möglich, ein halbprivates Modell fürs Spital mit einer hohen Deckung im Pflegefall zu vereinen. Ausserdem ist von einer Pflegeversicherung als Sparversion die Rede. Allerdings müsste die Regelung obligatorisch sein, um generell zu funktionieren. Die Zukunft wird zeigen, inwiefern sich Ideen wie diese dann auch durchsetzen.

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