Zusatzversicherungen: Worauf Sie unbedingt achten müssen

Zusatzversicherungen: Worauf Sie unbedingt achten müssen

Zusatzversicherungen: Worauf Sie unbedingt achten müssen

Möchten Sie die Kosten für Ihre Brillengläser übernommen haben? Dieses Jahr wollen Sie sich eine Grippeimpfung gönnen? Die Rechnung für die Psychotherapie Ihrer Tochter fällt ins Haus? Diese Kosten können durch eine Zusatzversicherung gedeckt werden. Dieser Artikel klärt, worauf Sie achten müssen.

Zusatzversicherungen: Worauf Sie unbedingt achten müssen

Die richtige Zusatzversicherung finden

Die Auswahl an Zusatzversicherungen ist gross, aber auch zu gleichen Teilen unübersichtlich. Für beinahe jede Eventualität sind Versicherer vorbereitet.

In Zeiten, in denen Sie aus 16 verschiedenen Kaffeesorten wählen können, fällt die Wahl der Zusatzversicherung erst recht nicht leicht. Vor allem, wenn bedacht wird, dass mit dem Abschluss auch Kosten auf Sie zukommen werden. Wird die Zusatzversicherung nicht genutzt, haben Sie viel Geld in den Orbit geschossen.

In der Schweiz gibt es ambulante Zusatzversicherungen und die Spitalzusatzversicherung.

Ambulante Zusatzversicherung

Spitalzusatzversicherung

– Zahnmedizin

– Ambulanz

– Gesundheitsvorsorge

– Sehhilfe

– Psychotherapie

– Alternativmedizin

– allgemeine Abteilung ganze Schweiz

– halbprivate Abteilung ganze Schweiz

– private Abteilung ganze Schweiz

Dies sind nur einige Beispiele für die ambulante Zusatzversicherungen, die privat abgeschlossen werden müssen.

Zusatzversicherung abschliessen

Um eine Zusatzversicherung abschliessen zu können, brauchen sie neben der nötigen Zahlkraft:

    • einen Wohnsitz in der Schweiz
    • ein Mindestalter von 18 Jahren
    • erfolgreiches Absolvieren einer Gesundheitsprüfung
    • positiver Aufnahmebescheid der Kasse

Da es nicht leicht ist, einen positiven Aufnahmebescheid in die Krankenkasse zu bekommen, sollte die Wahl der Krankenkasse wohlüberlegt sein. Die Liste der Zusatzversicherungen ist lang. Diese werden oft Krankenpflege-Zusatz genannt, obgleich sie mit den Leistungen einer Krankenpflege nichts zu tun haben.

Ein Tipp ist, dass oft auch Leistungen von manchen Kassen übernommen werden, die in den Broschüren der Versicherer nicht erwähnt wurden. Hier empfiehlt es sich, vorher nachzufragen.

Fehler bei den Zusatzleistungen

Viele Schweizerinnen und Schweizer haben die Befürchtung, einen Fehler zu machen. Hier gilt als Faustregel:  Durch die obligatorische Krankenversicherung in der Schweiz sind Sie ausreichend gut geschützt. Alles, was darüber hinausgeht, ist Luxus. Hier hilft Ihnen jedoch ein Krankenversicherungsvergleich.

Einen Fehler per definitionem können Sie beim Abschluss einer Zusatzversicherung nicht machen. Höchstens, wenn Sie sie diese im Ende nicht nutzen, haben Sie Geld verloren. Wenn Sie im hohen Alter bereuen, eine Zusatzversicherung nicht abgeschlossen zu haben, ist diese Reue der einzige Fehler, denn dann müssen Sie die Kosten selbst tragen.

Für viele Versicherte rentiert sich im Ende eine Spitalzusatzversicherung gar nicht. Sie zahlen über Jahre hinweg die hohen Prämien und nehmen die Leistungen oft gar nicht in Anspruch. Dies ist ärgerlich.

Auch die Karenzzeiten für die Nutzung der Zusatzversicherungen sollten Sie beachten: Oft steht in den Verträgen der Versicherungen genau festgelegt, ab wann die Versicherung Ihre Behandlung zahlen muss. Im schlimmsten Fall sind Sie dann bereits gesund und benötigen die Versicherung nicht mehr.

Zusatzversicherungen kündigen und wechseln

Oft bleiben Versicherte ihr Leben lang bei einem Zusatzversicherer. Fall Sie doch kündigen und wechseln wollen, sollten Sie beachten, dass bei Zusatzversicherungen eine andere Kündigungsfrist gilt als bei der Grundversicherung. Statt einem Monat haben Sie drei Monate Kündigungsfrist, sodass die Kündigung bis zum 30. September spätestens bei Ihrem Versicherer eingegangen sein muss.

Tipp: Warten Sie mit der Kündigung, bis Sie eine schriftliche Bestätigung von Ihren neuen Versicherer haben. Sonst riskieren Sie womöglich noch, ohne Zusatzversicherung dazustehen.

Versicherungen bei unterschiedlichen Krankenkassen: Ist das möglich?

Bei der Wahl einer geeigneten Zusatzversicherung sollten Sie eines bedenken: Sie müssen Ihre Grund- und Zusatzversicherungen nicht zwangsläufig bei derselben Krankenkasse abschliessen. Haben Sie sich dennoch für alle Policen bei einem Anbieter entschieden, können Versicherungsnehmer die Grundversicherung auch problemlos bei einer anderen Versicherungsgesellschaft nutzen. 

Dabei ist es in einzelnen Fällen allerdings möglich, dass Versicherungsnehmer bis dahin erhaltene Rabatte auf Zusatzversicherungen verlieren. Beachten Sie ausserdem, dass einzelne Zusatzpolicen längere Kündigungsfristen oder andere Kündigungstermine haben. Genaue Informationen entnehmen Sie jeweils den Schreiben, die Sie von der Versicherung erhalten haben. 

Zusatzversicherungen vergleichen lohnt sich! Jetzt hier klicken und alle Zusatzversicherungen vergleichen!

Teilen

Krankenkassen vergleichen

Vergleichen Sie schnell und kostenlos alle Krankenkassen.

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

Zusatzversicherungen der Krankenkasse: Das brauchen Sie wirklich

Zusatzversicherungen der Krankenkasse

Zusatzversicherungen der Krankenkasse: Das brauchen Sie wirklich

Wer als Ergänzung zur obligatorischen Grundversicherung noch Zusatzversicherungen für sich und seine Liebsten abschliessen möchte, hat die Qual der Wahl: Die zahlreichen gesetzlichen Krankenkassen bieten für gefühlt jede Eventualität eine passende Zusatzversicherung an.

Zusatzversicherungen der Krankenkasse

Da diese mit hohen Kosten verbunden sein können, lohnt sich ein genauer Blick. Welche der Zusatzversicherungen sie wirklich brauchen und welche nur eine nette Ergänzung sind, zeigt der folgende Artikel.

Mehr als drei Viertel haben eine Zusatzversicherung

Rund 80 % Prozent aller Schweizerinnen und Schweizer haben mindestens eine Zusatzversicherung abgeschlossen, doch welche wirklich sinnvoll ist, da sie auch genutzt wird, unterscheidet sich von Person zu Person und muss individuell entschieden werden. Sind Sie Brillenträger? 

Dann ist eine Sehhilfe-Zusatzversicherung sinnvoll. Sind Sie ein gemütlicher Couchpotatoe? Dann brauchen sie vielleicht eher keine Fitness-Abo-Zusatzversicherung.

Selbst innerhalb der Zusatzversicherungen gibt es Unterschiede, denn die Leistungen unterscheiden sich zwischen den einzelnen Versicherern unter Umständen. Es gibt keine Pflicht für die Kassen, jeden Versicherten aufzunehmen, sondern sie können entscheiden, welche Personen sich bei ihnen privat versichern lassen dürfen und welche nicht. 

Das können Gesundheits- oder Altergründe sein, aber auch “einfach so”. Ausserdem werden Prämienhöhen risikogerecht und abgestuft nach Alter und Geschlecht ansetzen und auch Vorbehalte anbringen.

Zwei Arten Zusatzversicherung: Ambulant und Spitalzusatzversicherung

Das Angebot der Zusatzversicherung bei den Kassen ist nicht einheitlich. Alles, was im Bereich eines medizinischen oder gesundheitlichen Schwerpunkts liegt, kann zusätzlich versichert werden. Manche Kassen bieten auch Versicherungspakete an, die individuell recht sinnvoll sein können, da die Prämienhöhe sich damit verringert. 

Der Nachteil an den Paketen ist oft, dass die Leistungen auf einen Maximalbetrag im Jahr begrenzt sind.

Vor dem Abschluss einer Zusatzversicherung sollten die Angebote und Leistungen in der Liste geprüft und gegebenenfalls verglichen werden. Vor dem Beginn einer Therapie sollten Sie sich die Übernahme schriftliche bestätigen lassen.

Welche ambulanten Zusatzversicherungen sind wichtig und welche sind eher zu vernachlässigen, bzw. nur für einige wenige sinnvoll?

Wichtig

Eher unwichtig

– Brillen und Kontaktlinsen (für Brillenträger*innen)

– Hauskrankenpflege und Haushalthilfen (im Alter)

– Kosten für Zahnbehandlungen, Zahnstellungskorrekturen, Massnahmen der Kieferchirurgie;

– Auslandsversicheurung

– Zusätze der Alternativmedizin

– Massnahmen zur Gesundheitsvorsorge (Abo fürs Fitnesscenter)

– Bade- und Erholungskuren

– Notfall- und Verlegungstransporte sowie Rettungs- und Bergungskosten

– Ambulanz

– Nicht-Pflicht-Medikamente

– Psychotherapien durch Psychologen ohne ärztliche Ausbildung

Die Gewichtung wird unter Vorbehalt gegeben und soll als Tendenz verstanden werden, denn die letzte Entscheidung muss jede und jeder für sich selbst entscheiden.

Spitalzusatzversicherung: Nicht für jeden gleich gut geeignet

Bei der Wahl der Spitalzusatzversicherung haben Schweizerinnen und Schweizer drei Varianten zur Auswahl:

    1. Allgemeine Abteilung Ganze Schweiz: Versicherte können ein Spital in der ganzen Schweiz wählen. Übernommen wird allerdings von der Kasse nur der Höchstbetrag, den ein Spital im Wohnsitzkanton gekostet hätte.
    2. Halbprivate Abteilung Ganze Schweiz: Die Kosten für ein Zweibettzimmer werden übernommen und eine Oberärztin oder -arzt behandelt die Versicherten. Achtung: Die meisten Spitäler in der Schweiz besitzen bereits Zweibettzimmer, weshalb sich ein genauer Blick auf die Liste der gebotenen Leistungen lohnt, darunter fallen unter anderem Selbstbehalt, Bonusprogramm oder Spitallisten.
    3. Private Abteilung Ganze Schweiz: Versicherte haben Anspruch auf ein Einbettzimmer und die Chefarzt- oder Chefärztinbehandlung.

Fazit: Ein Vergleich lohnt sich?

Das Angebot an Zusatzversicherungen in der Schweiz ist sehr umfassend. Allerdings besteht ein Nachteil vieler Versicherungspakete darin, dass damit verbundene Leistungen nicht den individuellen Bedürfnissen der Versicherungsnehmer angepasst sind. Dadurch besteht das Risiko, bei einem Gesamtpaket für eine Serviceleistung zu bezahlen, die überhaupt nicht beansprucht wird. 

Wer dieses Risiko vermeiden möchte, ist deshalb gut beraten, verschiedene Leistungspakete einzelner Krankenversicherungen genau miteinander zu vergleichen oder sich im Zweifelsfall sogar beraten zu lassen. Die Höhe der Prämien variiert ebenfalls von Krankenkasse zu Krankenkasse. 

Dabei gilt es natürlich darauf zu achten, dass die Höhe der Prämien letztendlich nicht kostenintensiver als die eigentlichen Behandlungskosten sind. 

Vergleichen lohnt sich! Jetzt hier klicken und die Zusatz – Krankenkassenvergleich nutzen!

Teilen

Krankenkassen vergleichen

Vergleichen Sie schnell und kostenlos alle Krankenkassen.

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

Habe ich die richtigen Zusatzversicherungen?

Zusatzversicherung

Habe ich die richtigen Zusatzversicherungen?

Das Gesundheitssystem in der Schweiz ist durch eine Mischung von Standardisierung und flexiblen Möglichkeiten geprägt. Genauer heisst dies: Jeder Mensch in der Schweiz erhält eine Grundversicherung. Egal, bei welcher Krankenkasse Sie sind, die Leistungen sind vergleichbar mit denen von anderen. 

Zusatzversicherung

Wie der Name schon sagt können zudem zusätzlich Versicherungen, die Zusatzversicherungen, abgeschlossen werden, welche eine Vielzahl von unterschiedlichen Angeboten bietet.

Welche Zusatzversicherungen gibt es?

Die Zusatzversicherung in der Schweiz ist individuell und, wie der Name schon sagt, zusätzlich zur Grundversicherung möglich. Dabei gibt es vor allem was Kosten und Prämien angeht unter den Krankenkasse erhebliche Unterschiede, die man vor dem Abschliessen unbedingt berücksichtigen sollte.  

Allgemein unterscheiden sich bei der Zusatzversicherung noch einmal die ambulante und die Spitalzusatzversicherung.
Eine Spitalzusatzversicherung gliedert sich wie folgt auf:

    • Allgemeine Abteilung
    • Halbprivate Abteilung
    • Private Abteilung
    • Flex-Modell

Die ambulante Zusatzversicherung dagegen bietet folgende Angebote:

    • Angebote zu Sehhilfen (Brillen, Kontaktlinsen)
    • nicht-kassenpflichtige Medikamente
    • psychotherapeutische Angebote
    • diverse Fitness-Angebote
    • Impfungen zum allgemeinen Schutz und vor Reisen
    • Wellnesss-Angebote wie z.B. Kuren und Massagen
    • Haushaltshilfen, Krankenpflege
    • Kostenübernahme bei Zahnbehandlungen, -korrekturen und bei kieferchirurgischen Massnahmen
    • Behandlungen im Ausland

Wenn Sie sich also für eine Zusatzversicherung entscheiden, sollten Sie immer berücksichtigen, welche Krankenkasse in der Schweiz welche Leistungen anbietet und welche für Sie relevant sind.

Ob Sie die richtige Zusatzversicherung gewählt haben, liegt an Ihnen

Wie eingangs beschrieben bieten die unterschiedlichen Zusatzversicherungen auch unterschiedliche Leistungen an. Analysieren wir das an drei Beispielen:

Beispiel 1

Frau mit Zahnfehlstellungen

Beispiel 2

allein lebende Renterin

Beispiel 3

Hobby-Bergsteiger

Beispiel 1:

Stellen wir uns eine Frau vor, die aus Angst vor dem Besuch beim Zahnarzt oder bei der Zahnärztin schon einige Jahre nicht mehr zur Untersuchung war. Über die Zeit hinweg sind zwei Weissheitszähne auffällig geworden und drücke bereits seit der Jugend auf das Gebiss. Mittlerweile verschieben sich auch die Schneidezähne und eine Zahnfehlstellung ist offensichtlich. 

Ausserdem hat sich ohne eine gründliche Zahnreinigung Karies gebildet, der an einer Stelle ein sehr grosses Loch produziert hat.
Hier wäre eine Zusatzversicherung im Rahmen einer Zahnzusatzversicherung sinnvoll, da sowohl eine kieferchirurgische Behandlung als auch eine grössere Zahnbehandlung (ggf. Krone oder Wurzelbehandlung) denkbar sind, was mit hohen Kosten verbunden ist.

Beispiel 2:
Eine Rentnerin lebt alleine, ist jedoch aufgrund Ihres Alters körperlich sehr eingeschränkt. Ihre Familie lebt in einer anderen Stadt, in ein Altersheim ziehen möchte sie jedoch auch nicht, da ihr die eigene Wohnung und damit verbundene Selbstständigkeit und der private Raum sehr am Herzen liegt.

Eine Zusatzversicherung bei Rentner ist allgemein oft eine gute Idee, da im hohen Alter häufiger Arztbesuche anfallen. Ausserdem könnte die Frau hier einfach und günstig eine Unterstützung im Haushalt bzw. eine Krankenpflege zuhause erhalten.

Beispiel 3:

Ein Mann Mitte 40 ist seit kurzer Zeit begeisterter Bergsteiger. Nach ein paar Ausflügen in der Umgebung plant er jetzt regelmässig auch Hobby-Reisen ins Ausland. Dort will er teilweise mit, teilweise ohne Sicherung klettern und seiner neuen Leidenschaft nachgehen.

Auch hier ist eine Zusatzversicherung denkbar und empfehlenswert. Eine ambulante Zusatzversicherung greift u.a. bei Behandlungen im Ausland und deckt teilweise auch Bergungseinsätze und ähnliches. Bei risikoreichen Hobbys wäre man hier.

Fazit

Diese Beispiele beweisen, dass die Wahl einer geeigneten Zusatzversicherung deutlich vom individuellen gesundheitlichen Zustand und Betätigungsumfeld abhängt. Die Auswahl ist gross. Deshalb ist es umso wichtiger, persönliche Belange in die Wahl geeigneter Policen einzubeziehen. 

Als nachteilig könnte es sich jedoch auswirken, dass einzelne Leistungen häufig nicht individuellen Bedürfnissen angepasst werden können. Deshalb sollten Versicherungsnehmer in spe die nötige Zeit investieren, um die Leistungspakete der Anbieter miteinander zu vergleichen und sich umfassend beraten zu lassen. 

Schliesslich weichen die Prämien für die Zusatzversicherungen von Krankenkasse zu Krankenkasse voneinander ab. Ausserdem sollten Versicherungsnehmer ausschliessen, dass die Prämien für die Versicherungen letztendlich nicht höher als die eigentlichen Behandlungskosten sind. 

Dieser Vergleich lohnt sich richtig! Klicken und die richtige Zusatzversicherungen im Krankenkassenvergleich finden!

Teilen

Krankenkassen vergleichen

Vergleichen Sie schnell und kostenlos alle Krankenkassen.

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

Wann lohnt sich die Krankenpflege-Zusatzversicherung?

Wann lohnt sich die Krankenpflege-Zusatzversicherung

Wann lohnt sich die Krankenpflege-Zusatzversicherung?

Die Leistungsbandbreite der obligatorischen Krankenpflegeversicherung in der Schweiz ist recht umfangreich, deckt sie als Grundversicherung der Schweizerinnen und Schweizer viele Kosten im Krankheitsfall ab. 

Wann lohnt sich die Krankenpflege-Zusatzversicherung

Doch sind Bereiche wie Zahnmedizin oder Altenpflege nicht in den Kosten für die Grundversicherung enthalten und müssen durch Zusatzversicherungen abgedeckt werden. 

Da diese ein Loch in die monatliche Haushaltskasse reissen können, ist es ratsam, sich zu fragen: Lohnt sich eine Krankenpflege Zusatzversicherung?

Die Grundversicherung deckt nur einen Teil der Kosten

Diese Leistungen erbringt die obligatorische Krankenpflegeversicherung in der Schweiz:

    • Spitalaufenthalte (im Wohnsitzkanton)
    • Mutterschaft
    • Ambulante Untersuchungen und Behandlungen von Ärzten, Chiropraktikerinnen, Hebammen
    • ärztliche verordnete Medikamente und Laboruntersuchungen
    • 50% bis max. 5000 Euro Krankentransporte bei Rettungen und 50% bis max. 500 bei medizinisch erforderlichen Krankentransporten
    • nach Unfall oder schweren allgemeinen Erkrankung auftretende Zahnarztbehandlungen
    • Mutterschaft: sieben Kontrolluntersuchungen, zwei Ultraschalluntersuhungen und eine Nachuntersuchung, drei Stillberatungen sowie max 100 Euro für Vorbereitungskurs
    • Impfungen (ausgenommen Reiseimpfungen), gynäkologische Untersuchungen (alle drei Jahre), Mammografien
    • Alternativmedizin
    • Pflegekosten bei ambulanter (Spitex) oder stationäre Pflege, Vorsicht: keine Übernahme des Pflegeheims oder Haushaltshilfe

Für die Grundversicherung sind die Prämien recht gering, doch Versicherte stehen in der Pflicht, sich an den Behandlungskosten zu beteiligen. Grundsätzlich gilt der allgemeine Selbstbehalt von zehn Prozent der Behandlungskosten. 

Im Jahr ist ein max. Beitrag von 700 Franken zugelassen, doch für Kinder beläuft sich dieser Betrag auf 350 Franken. Versicherte haben ausserdem die Wahl bei den Kosten des Franchise, die zwischen 300 und 2500 Franken liegen, Kinder zahlen nichts.

Wozu eine Krankenpflege Zusatzversicherung?

Mit einer Grundversicherung sind einige, aber längst nicht alle Kosten abgedeckt, die bei einer Behandlung durch eine Ärztin auftreten können. Daher ist es ratsam, einige ambulante Zusatzversicherungen abzuschliessen.

Grundleistungen einer Krankenpflege-Zusatzversicherung

Hochpreisige Leistungen einer Krankenpflege-Zusatzversicherung

– Sehhilfen

– Medikamente

– Grippeimpfungen

– Psychotherapeutische Behandlung durch Menschen ohne Ausbildung

– Auslandsschutz

– Fitnesskurse

– Yoga

– Zahnbehandlungen (meist als Zahnzusatzversicherung)

– Reiseimpfungen

– etc.

Je nachdem, wie viel Sie gewillt sind, zu zahlen, können Sie ihr Versicherungspaket aufstocken. Doch beachten Sie, dass die Versicherer nicht gezwungen sind, Sie in den Versicherungsschutz aufzunehmen. 

Denn anders als bei der Grundversicherung müssen Sie eine Gesundheitsprüfung machen, nach deren Prüfung die Kassen entscheiden, ob sie Sie aufnehmen oder nicht.

Krankenpflege Zusatzversicherung wechseln

Falls Sie also vorhaben, Ihren Zusatzversicherer zu wechseln, ist Vorsicht geboten. Wollen Sie die Grundversicherung wechseln, reicht eine Kündigung 30 Tage vor Jahresende, also bis zum 30. November des Kalenderjahres. 

Doch eine Zusatzversicherung hat gewöhnlich eine Kündigungsfrist von drei Monaten. Die Kündigung muss bis zum 30. September eingegangen sein, wobei nicht der Poststempel ausreicht, sondern der tatsächliche Eingang bei der Versicherung zählt. Warten Sie ausserdem die Zusage Ihres neuen Versicherers ab, bevor Sie kündigen. 

Auch hier gilt nämlich: Anders als bei der Grundversicherung muss es eine schriftliche Zusage geben, bevor Sie Ihren Platz haben.

Welche Krankenpflege-Zusatzversicherung sich also für Sie lohnt, müssen Sie selbst prüfen. Die meisten Schweizerinnen und Schweizer haben eine Zahnzusatzversicherung, eine Reiseschutzimpfung und eine Versicherung für nicht-kassenpflichtige Medikamente.

Nicht unbedingt notwendig sind Zusatzversicherungen fürs Spital oder Fitness-Abonnements. Allerdings muss auch hier für den oder die einzelne entschieden werden: Wer regelmässig zum Training geht, kann diese Versicherung durchaus in Erwägung ziehen.

Krankenpflege-Zusatzversicherungen in der Schweiz: Die wichtigsten Unterschiede

Grundsätzlich werden Krankenpflege-Versicherungen in der Schweiz zwischen stationären und ambulanten Versorgungsmodellen unterschieden. Die stationäre Spitalversicherung eignet sich in erster Linie für folgende Personengruppen: 

    • in ländlichen Gebieten wohnhaft
    • Patienten mit Wunsch nach Behandlungen in Universitätsspitälern
    • Menschen aus Grossstädten mit hohem Komfortanspruch

Fällt die Wahl auf eine halbprivate Police, haben Versicherungsnehmer Anspruch auf freie Arztwahl sowie ein Zweibettzimmer. Die private Variante kommt für alle Versicherungsnehmer mit noch grösseren Komfortwünschen in Betracht. 

Die ambulante Zusatzversicherung spezialisiert sich hingegen auf Leistungen der Bereiche Komplementär- und Alternativmedizin. Der Service dieser Police schliesst ausserdem Finanzierung von durch die Grundversicherung ausgeschlossenen Arzneimitteln ein. 

Zusatzversicherungen im Krankenkassenvergleich überprüfen lohnt sich! Jetzt hier klicken und die Zusatzversicherungen finden!

Teilen

Krankenkassen vergleichen

Vergleichen Sie schnell und kostenlos alle Krankenkassen.

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

Komplementärmedizin: Eine gute Ergänzung zur Grundversicherung?

Komplementärmedizin: Eine gute Ergänzung zur Grundversicherung

Komplementärmedizin: Eine gute Ergänzung zur Grundversicherung?

Als Komplementärmedizin oder auch Alternativmedizin bezeichnet man die Behandlungsmethoden der Diagnostik, die als Ergänzung zur wissenschaftlich fundierten Medizin, bzw. Schulmedizin stehen. 

Komplementärmedizin: Eine gute Ergänzung zur Grundversicherung

Zu den Methoden gehören Naturheilverfahren, Körpertherapieverfahren und Methoden wie Homöopathie, Osteopathie und Akupunktur. Auch Methoden der anthroposophischen Medizin und der chinesischen Medizin gehören dazu. 

Die Wirkung der Methoden konnte bisher nicht wissenschaftlich nachgewiesen werden, doch ein Placebo-Effekt ist bei manchen Menschen zu beobachten.

Was zahlt die Grundversicherung?

Schweizer Krankenkassen übernehmen einen Teil der Kosten für die Behandlung mit Komplementärmedizin. Sie übernehmen die Kosten für die Medikamente, die abzüglich der Kostenbeteiligung übrig bleiben. Allerdings nur unter der Voraussetzung, dass sie auf der Spezialistenliste aufgeführt sind. 

Übernommen werden Arzneimittel aus der Phytotherapie, Anthroposophie und Homöopathie. Andere Mittel müssen selbst erworben werden oder durch eine Zusatzversicherung gedeckelt werden. Informieren Sie sich, welche Angebote es gibt.

Homöopathie geht nicht über den Placebo-Effekt hinaus

Obwohl die Wirkung homöopathischer Mittel nicht wissenschaftlich nachgewiesen wurde, werden sie noch immer von Krankenkassen übernommen. Viele Menschen vertrauen im Glauben an eine besonders schonende Behandlung auf Homöopathie und nehmen lieber Globuli als die auf medizinische Wirksamkeit geprüften Arzneimittel. Dieser Trend stieg in den Jahren bereits an.

Allerdings gibt es auch durchaus sinnvolle komplementäre Ergänzungen zur klassischen Schulmedizin, deren Wirksamkeit von vielen Patientinnen und Patienten bestätigt wurde. Behandlungsmethoden wie beispielsweise

    • Akupunktur
    • Autogenes Training
    • Medizinische Massagen
    • Reflexzonen-Therapie
    • Osteopathie

können den Erkrankten eine Linderung der Schmerzen verschaffen.

Grosse Krankenkassen wie die Helsana werben mit ihrem Konzept der Kombination von Komplementärmedizin und Schulmedizin. Ob und welche Komplementärmedizin Sie persönlich sinnvoll finden und in Anspruch nehmen wollen, bleibt Ihnen überlassen.

Die Nachfrage nach Alternativbehandlungen steigt

Als Ergänzung zur Grundversicherung ist die Komplementärmedizin nur dann sinnvoll, wenn Sie wissen, dass Sie an die Wirkung der Methoden glauben und Sie regelmässig in Anspruch nehmen werden. Wenn Sie überzeugt sind und einige Methoden vielleicht schon länger kennen und früher bereits angewendet haben, kann es durchaus Sinn machen. 

Viele Patienten ohne Erfahrungen blicken zudem neugierig auf das Thema, da es das Image von Heilung “abseits von Medikamenten” besitzt. Medikamente sind in den Köpfen der Menschen oftmals starke und vor allem chemische Mittel, die kaum etwas mit Natur oder natürlichen Inhalten zu tun haben. 

Zusammen mit einem gesteigerten Bewusstsein zum Thema Umwelt und Ernährung, steigt auch die Nachfrage bei Alternativbehandlungen und somit die Nachfrage nach Komplementärmedizin als Ergänzung zur Grundversicherung. Viele Menschen sehnen sich nach etwas, dass ihnen das Gefühl gibt ohne extreme Mittel, sondern ganz natürlich zu genesen.

Bemerkenswert dabei ist, dass zusätzlich zu Menschen, die auf eine gesundheitsbewusste Lebensweise achten, insbesondere Frauen, Menschen mit höherem Bildungsniveau und Menschen mit chronischen Erkrankungen zur Komplementärmedizin neigen. Jedoch in den meisten Fällen als Ergänzung und nicht als Ersatz.

Neuregelung: Behandlungserfolg steht im Fokus

Mittlerweile werden Methoden der konventionellen Medizin sowie der Homöopathie in der Schweiz grundsätzlich gleichgestellt. Der Behandlungserfolg steht im Vordergrund. Demzufolge wird die gesamte Versorgungsforschung berücksichtigt. 

Diese Ansicht verstärken Mediziner und Wissenschaftler, die den medizinischen Nutzen ärztlicher Homöopathie durch qualitativ hochwertige Studien bestätigt sehen. Als wichtige Basis führen die Mediziner grosse Beobachtungsstudien auf. 

Die hohe Bedeutung der Komplementärmedizin wird in der Schweiz ausserdem durch das Resultat einer 20-jährigen Evaluation unterstrichen. Deshalb erkennt die Schweizer Regierung an, dass Komplementärmedizin gemäss Art. 32 Voraussetzung KVG alle gesetzlichen Vorgaben bezüglich Sicherheit, Wirksamkeit sowie Gewährleistung hoher Qualität erfüllt. 

Abschliessendes Fazit

Komplementärmedizin als Ergänzung zur Grundversicherung kann für einige Menschen eine gute Idee sein. Jedoch sollte man sich vorher ausgiebig mit dem Thema beschäftigen und sich der bewusst sein, dass alternative Heilmethoden nicht wissenschaftlich belegt sind und vorrangig durch den Placebo-Effekt wirken. Komplementärmedizin ist kein Ersatz für die ärztliche Behandlung, wie sie in der Grundversicherung beinhaltet ist.

Vergleichen? Lohnt sich! Nutze jetzt den Krankenkassenvergleich bei uns!

Teilen

Krankenkassen vergleichen

Vergleichen Sie schnell und kostenlos alle Krankenkassen.

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

Was ist eine Zahnzusatzversicherung?

spitaltaggeldversicherung

Was ist eine Zahnzusatzversicherung?

Sie kommen gerade von der Zahnärztin und überschlagen im Kopf bereits die Kosten: Ihr Kind braucht eine Zahnspange? Mit einer Zahnzusatzversicherung werden diese Kosten von der Krankenkasse übernommen. Diese wird privat abgeschlossen und muss extra bezahlt werden. Welche Leistungen übernimmt diese Versicherung noch und wer kann sie abschliessen?

Was ist eine Spitaltaggeldversicherung

Wer kann eine Zahnzusatzversicherung abschliessen?

Eine Zahnzusatzversicherung wird zusätzlich zur obligatorischen Grundversicherung abgeschlossen, denn zahnmedizinische Leistungen werden nur eingeschränkt von der Grundversicherungen übernommen.

Was für zahnmedizinische Leistungen werden von welcher Versicherung übernommen?

durch Grundversicherung gedeckt

durch Zusatzversicherung gedeckt

– pauschale Zuschläge für Zahnersatz (meist 50%)

– Vorsorgeuntersuchungen

– Kariesbehandlungen

– Wurzelkanal

– Paradontose

– Zahnstein

– Zahnhygiene

– Zahnspangen,

– Zahnersatz, Brücken

– hochwertige Materialien für die Behandlungen wie Brücken etc.

– Zahnkorrekturen

Wer regelmässig zu Kontrollen geht und Stempel sammelt, kann mit Boni und Vergünstigungen rechnen, die Zuschüsse werden zu einem weiteren Grossteil übernommen.

Gerade für Kinder lohnt sich eine Zahnzusatzversicherung, da Zahnkorrekturen und -spangen über mehrere Jahre recht teuer sind.

Allgemein empfiehlt es sich, vor der Behandlung einen Kostenvoranschlag des Arztes oder der Ärztin ausstellen zu lassen und bei dem jeweiligen Versicherer vorzulegen. Eine schriftliche Bestätigung der Kostenübernahme ist unter Umständen sehr nützlich.

Was kostet eine Zahnzusatzversicherung?

Eine Zahnzusatzversicherung kostet je nach Anbieter zwischen 19 und 49 Franken im Monat. Die Prämienhöhe variiert von Anbieter zu Anbieter und sollte mithilfe eines Krankenversicherungsvergleich gut gewählt werden. Auch Prämien und Rabatte sind möglich, die abhängig von Kindanzahl und -alter sind. Rabatte bis 25% sind möglich, sollten aber auch im Vergleich aufeinander abgestimmt werden, bevor sie abgeschlossen werden.

Zahnarztkosten verringern

Es gibt Möglichkeiten, die Zahnarztkosten im Vornherein niedrig zu halten. Folgen Möglichkeiten sind denkbar:

    1. Führen Sie Ihr Bonusheft und gehen Sie jedes Jahr zur Kontrolle. Mit den Stempeln in Ihrem Heft können Sie sich den maximalen Zuschuss der Krankenkasse sichern.
    2. Kostenplan von der Praxis erstellen lassen.
    3. Labore vergleichen. Die Kosten für das Labor sich mit die teuersten Punkte auf der Rechnung. Schlagen Sie Ihrem Arzt oder Ärztin die Zusammenarbeit mit einem günstigeren Labor vor.
    4. Hat Ihre Krankenkasse Verträge mit Anbieter wie “dent-net” oder “Ihren Zähnen zuliebe”? Hiermit sichern Sie sich die Regelversorgung ohne eigene Zusatzleistung.
    5. Zweite Meinung einholen. Haben Sie Zweifel an der vorgeschlagenen Methode und Kosten, holen Sie sich eine zweite Meinung ein.
    6. Zusatzversicherung abschliessen. Beachten Sie allerdings, dass die Kassen nur einen maximalen Betrag zwischen 80 und 90 Prozent übernehmen.

Welcher Tarif ist sinnvoll?

Zahnarztkosten können schnell in die Höhe getrieben werden und nicht alle Kosten werden dabei durch die Grundversicherung gedeckt. Haben Sie sich für eine Zahnzusatzversicherung entschieden, sollten Sie bedenken, dass es eine Karenzzeit gibt, in der sie die Leistungen des Versicherers nicht in Anspruch nehmen können. Haben Sie bereits Zahnprobleme, kann es ausserdem zu Probleme mit dem Abschluss kommen, denn unter Umständen werden Sie keinen positiven Aufnahmebescheid bekommen.

Welchen Tarif Sie wählen sollten, müssen Sie abhängig davon entscheiden, welche Leistungen Sie in Anspruch nehmen wollen oder welche Sie für Ihre Kinder wählen möchten.

Tipp: Bei der Versicherung von Kindern empfiehlt sich der Abschluss einer Zahnzusatzversicherung so früh wie möglich, da Zahnkorrekturen im frühen Alter vorgenommen werden können.

Ist eine Zahnzusatzversicherung auch im Ausland gültig?

Im Regelfall ist eine Zahnzusatzversicherung nur für Behandlungen in der Schweiz gültig. Nur ausgewählte Anbieter erklären sich dazu bereit, die Kosten für günstigere Eingriffe ebenfalls in Nachbarländern zu übernehmen. 

Wann sollten Eltern die Police für ihre Kinder abschliessen?

Am besten sollten Eltern ihre Kinder schon dann über eine Zahnzusatzpolice versichern lassen, bevor die Jungen und Mädchen ein ärztliches Attest benötigen. Diese Dokumente verlangen einige Anbieter bereits ab drei, andere Dienstleister hingegen erst ab sechs Jahren. Wurde bei den Kindern bereits eine Fehlstellung diagnostiziert, können die Vereinigungen den Versicherungsschutz partiell oder komplett verweigern. 

Fazit

Für Eltern ist es eine gute Idee, eine Zahnzusatzversicherung so zeitig wie möglich abzuschliessen. Schliesslich hilft die Police dabei, dauerhaft Kosten zu sparen. 

Vergleichen lohnt sich! Jetzt hier klicken und die Zahnzusatzversicherungen vergleichen!

Teilen

Krankenkassen vergleichen

Vergleichen Sie schnell und kostenlos alle Krankenkassen.

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

10 Fehler, die Sie beim Abschliessen einer Zusatzversicherung vermeiden müssen

10 Fehler, die Sie beim Abschliessen einer Zusatzversicherung vermeiden müssen

10 Fehler, die Sie beim Abschliessen einer Zusatzversicherung vermeiden müssen

Das Gesundheitssystem und die Arten der Versicherungen in der Schweiz sind nicht immer einfach und auf den ersten Blick überschaubar. Neben der Grundversicherung, die alle Bürger und Bürgerinnen in der Schweiz besitzen und die standardisiert ist, gibt es auch diverse Zusatzversicherungen. Worauf Sie achten sollten, erklären wir Ihnen hier.

10 Fehler, die Sie beim Abschliessen einer Zusatzversicherung vermeiden müssen

1. Sich keinen Überblick machen

Der wohl grösste Fehler, den sie machen können, ist es, sich keinen Überblick zu verschaffen. Wenn Sie sich für eine Zusatzversicherung interessieren, aber in anderen Lebenslagen, sollten Sie vor dem Abschluss eines Vertrags immer Bescheid wissen, worum es eigentlich gibt und was der Markt so bietet.

Grundversicherung

Zusatzversicherung

verpflichtend

nicht verpflichtend

standardisiert

unterschiedlich

keine Eigenkapitalrendite

Eigenkapitalrendite vorhanden

2. Übereilt Handeln

Ähnlich zum Punkt davor verhält es sich mit diesem Fehler. Manche belesen sich vielleicht oder versuchen in das Thema einzusteigen und wählen dann einfach drauf los. Das Erstbeste ist selten die richtige Wahl für Sie.

3. Nur auf Freunde hören

Klar, Freunde, Familie und Bekannte sind für uns immer eine gute Stütze und ein hilfsbereiter Ratgeber. Sie wollen ja auch nur das Beste für einen. Aber die Leistungen der Zusatzversicherungen sind individuell und was für Ihre Eltern passt, passt nicht zwangsläufig auch für Sie.

4. Nur auf Preise schauen

Natürlich sind die Kosten ein sehr wichtiger Faktor, jedoch ist Geld auch nicht alles und auf die Inhalte sollten Sie auch genau achten. Die günstigsten Leistungen sind selten die für Sie besten.

5. Nur auf Inhalte schauen

Sie sollten jedoch auch nicht nur auf die Inhalte schauen und die Kosten vernachlässigen. Vergleichen Sie und gehen Sie sicher, dass die das beste Kosten-Nutzen-verhältnis finden.

6. Nur an jetzt denken

Wenn Sie eine Zusatzversicherung abschliessen dürfen Sie nicht nur an Ihren heutigen Gesundheitszustand denken, sondern sollten auch die Zukunft im Auge behalten. Vielleicht merken Sie momentan schon einige Beschwerden, die später behandelt werden müssen? Auch ein Blick in die Familien-Historie und Krankheiten, die in der Familie liegen, kann hilfreich sein.

7. Zu geizig sein

Selbstverständlich sollten Sie auf das Geld achten, Versicherungen haben es oftmals in sich, Aber seien Sie sich auch bewusst, dass Sie in Ihre Gesundheit investieren. Wenn etwas für Sie wichtig ist, scheuen Sie sich nicht, ein paar Franken drauf zu zahlen. Bei vielen Leistungen wie z.B. der Zahnzusatzversicherung zahlt es sich auch oft schnell aus.

8. Das Geld aus dem Fenster werfen

Finden Sie einen guten Mittelweg zwischen geizig und nicht. Einige Angebote von Krankenkassen lohnen sich hauptsächlich für die Krankenkassen selbst – seien Sie achtsam!

9. Nur allgemeine Ratgeber lesen

Allgemeine Ratgeber sind gut um sich einen ersten Überblick zu verschaffen. Bedenken Sie jedoch, dass Sie ein Mensch mit ganz individuellen Bedürfnissen sind.

10. Das Komplettpaket vernachlässigen

Nehmen Sie keine Komplettpakete, die nicht zum Grossteil auf Sie abgestimmt sind. Seien Sie nicht zufrieden mit einer Kombi-Leistung, die Massnahmen enthält, die für sich gänzlich irrelevant sind.

Fazit

Diese Fehler sollten Sie vermeiden:

    • sich nicht belesen
    • es überstürzen
    • nur auf Bekannte hören
    • nur die Preise beachten
    • nur die Leistungen beachten
    • nicht an die Zukunft denken
    • zu geizig sein
    • das Geld zu locker sitzen haben
    • sich nur allgemein beraten lassen
    • das Komplettpaket nicht hinterfragen

Wer beim Abschluss einer Zusatzversicherung keine Fehler machen möchte, sollte deshalb in erster Linie auf eigene Bedürfnisse achten. Erkundigen Sie sich deshalb nach einer Police, die Ihnen Angebote erstellt, die auch Ihren individuellen Bedürfnissen entsprechen. Vergessen Sie dabei nicht, die Offerten verschiedener Anbieter miteinander zu vergleichen. Denn nur dann finden Sie die besten Möglichkeiten für Ihre Bedürfnisse. Achten Sie hierbei insbesondere auf kleine Zusätze, die Serviceleistungen wie Brillen, Rettungen oder Kosten für Ambulanztransporte abdecken. Bewahren Sie diesen Blick fürs Detail, haben Sie die wichtigsten Fehler bei der Wahl einer geeigneten Versicherungsgesellschaft auch schon vermieden. 

Lassen Sie sich gut beraten mit dem Krankenkassenvergleich! Jetzt klicken und die geeignete Zusatzversicherung erobern!

Teilen

Krankenkassen vergleichen

Vergleichen Sie schnell und kostenlos alle Krankenkassen.

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

Machen Langzeitpflege-Versicherungen Sinn?

Machen Langzeitpflege-Versicherungen Sinn

Machen Langzeitpflege-Versicherungen Sinn?

Der Gedanke, im Alter auf Hilfe angewiesen zu sein, ist für viele kein leichter. Zu der Hilflosigkeit gesellen sich schnell finanzielle Ängste, denn die Pflege im Alter kann nicht selten ein kleines Vermögen verschlingen. Kann eine Langzeitpflege-Versicherung für den Fall der Fälle vorsorgen?

Machen Langzeitpflege-Versicherungen Sinn

Voraussetzungen für eine Langzeitpflegeversicherung

Wie bei jeder Zusatzversicherung müssen Interessierte eine Menge Fragen zu ihrer Gesundheit beantworten. Alte Menschen haben es besonders schwer, eine Zusatzversicherung zu erhalten, besonders wenn sie sie nötig haben. Manche Versicherer wie Helsana bieten eine Langzeitpflegeversicherung deshalb ganz ohne Prüfung an. 

Doch die Helsana ist derzeit stark in der Kritik, da die Karenzzeit zwei Jahre beträgt, während dieser viele ältere Menschen ihr Vermögen aufbrauchen oder sogar sterben. Ausserdem erhalten Menschen die CURA automatisch von der Helsana, wenn sie das Rentenalter erreichen, die monatlichen Kosten liegen hier bei 30 Franken. Wenn dies nicht gewollt ist, muss sich abgemeldet werden.

Deshalb stellt sich die Frage: Macht eine Langzeitpflegeversicherung Sinn?

Pflegekosten im Altersheim

Die Pflegekosten im Altersheim werden zu einem Grossteil von den Kantonsbeiträgen und Versicherungsbeiträgen getragen, doch die Selbstkosten, die Betroffene trotzdem noch zahlen müssen, schnellen nicht selten in den sechs-stelligen Bereich. Expertinnen und Experten raten daher vom Abschluss einer Langzeitpflegeversicherung ab.

Die Gründe sind dafür

    • Kosten/Nutzen Rechnung geht nicht auf
    • Karenzzeit von zwei Jahren
    • Hohe Selbstkosten, Aufbrauchen des Vermögens

Pflegeversicherung lohnt sich für Vermögende

Lediglich wohlhabende Personen haben einen Vorteil von der Langzeitpflegeversicherung, da sie nie Ergänzungsleistungen beziehen und das Erbe für ihre Nachkommen sparen.

Die monatlichen kosten für eine Pflege können sich zwischen 6000 und 8000 Franken belaufen. Die obligatorische Grundversicherung der Schweizer Krankenkassen übernimmt ohne zeitliche Limitierung die medizinischen Leistungen von Pflegefällen. Ausgenommen davon sind Verpflegung, Infrastruktur, Reinigung und die Gebäudenutzungen, die mit Zusatzversicherungen abgedeckt werden können.

Private Pflegeversicherung

Wer über das gewisse Vermögen verfügt und sich für eine private Pflegeversicherung interessiert, hat die Möglichkeit sich für einen Vermögensschutz zu entscheiden, um die riskante Langzeitpflege privat zu versichern. Dafür empfiehlt es sich, einen Finanzplan zu erstellen und vorsorglich herauszustellen, ob sich Einnahmen und Ausgaben im Rentenalter decken oder nicht.

Aufgerechnet werden müssen unter Umständen folgende Faktoren:

Einnahme

Ausgaben

– Rentenleistungen aus AHV und Pensionskasse,

– Erwerbseinkommen von jüngeren Partnern,

– voraussichtliche Vermögenserträge,

– Mieteinnahmen o.ä.

– Ausgaben für die Aufrechterhaltung des Lebensstandards des Partners (und ggf. weiteren Personen),

– Steuern

– die privat zu begleichenden Pflegekosten im Langzeitpflegefall (im angestrebten Langzeitpflegestandard)

Wenn unterm Strich eine Einkommenslücke entsteht, müssen sich Betroffene entscheiden, wie sie diese schliessen wollen, wenn sie sich nicht gegen eine private Versicherung entscheiden. Dafür gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder wird die Einkommenslücke durch Nutzung des eigenen Vermögens erreicht. Diese Variante lohnt sich für sehr reiche Rentnerinnen und Rentner, für die diese Kosten nicht massgeblich ins Gewicht fallen.

Oder aber es wird sich für eine private Langzeitpflegeversicherung entschieden, die im Fall der Fälle zur Deckung der Pflegekosten eine steuerfreie Rente auszahlen würde. Durch die Beiträge an die Versicherung, verkleinert sich das Vermögen zwar, doch die Prämie wird oft durch die Einnahmen nach der Pensionierung gedeckt.

Für eine sinnvollere Pflegeversicherung: neue Lösungen sind gefragt

Damit eine Langzeitpflegeversicherung auf Dauer noch rentabler und finanzierbar ist, sollten Versicherungsgesellschaften neue Lösungen präsentieren. Ein Beispiel ist ein Angebot der EGK, die modulare aufbaubare Policen präsentiert, mit der sich Versicherungsnehmer ihren Schutz individuell zusammenstellen lassen können. 

In diesem Fall ist es beispielsweise möglich, ein halbprivates Modell fürs Spital mit einer hohen Deckung im Pflegefall zu vereinen. Ausserdem ist von einer Pflegeversicherung als Sparversion die Rede. Allerdings müsste die Regelung obligatorisch sein, um generell zu funktionieren. Die Zukunft wird zeigen, inwiefern sich Ideen wie diese dann auch durchsetzen. 

Die geeignete Langzeitpflege-Versicherung finden kann schwer sein. Nicht mit unserem Krankenkassenvergleich!

Teilen

Krankenkassen vergleichen

Vergleichen Sie schnell und kostenlos alle Krankenkassen.

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

Was ist eine Spitaltaggeldversicherung?

Was ist eine Spitaltaggeldversicherung

Was ist eine Spitaltaggeldversicherung?

Die Spitalzusatzversicherung ist vielen Schweizerinnen und Schweizern ein Begriff, doch nur ein Viertel der Einwohner hat eine solche abgeschlossen. Nicht zuletzt aufgrund der hohen Prämien entscheiden sich viele dagegen. Macht eine Spitaltaggeldversicherung eventuell mehr Sinn? Um was es sich dabei handelt, lesen Sie im Folgenden.

spitaltaggeldversicherung

Wer kann eine Spitaltaggeldversicherung abschliessen?

Viele grosse Krankenkassen aus der Schweiz haben neben der Spitalzusatzversicherung auch die Spitaltaggeldversicherung in ihrer Angebotspalette. Das Versicherungsvertragsgesetzt (VVH) bestimmt die Deckungen, ausserdem die Allgemeinen Vertragsbedingungen und Zusatzbedingungen. Die Leistungen gelten weltweit, auch bei einem Spitalaufenthalt im Ausland, der nicht länger als zwölf Monate dauert.

Wer eine Spitaltaggeldversicherung abgeschlossen hat, bekommt für jeden Tag im Spital das versicherte Taggeld ausgezahlt, bei Krankheiten ab dem dritten Tag und beim Unfall sogar bereits an dem ersten Tag und stellt damit für viele eine grosse finanzielle Entlastung dar.

Wer genau hinschaut, wird belohnt

Dies klingt für viele Versicherte erst einmal wie ein Traum, doch ein genauer Blick ist auch bei dieser Zusatzversicherung ratsam. Denn obgleich behauptet wird, dass der Versicherer durch die Aushändigung eines Taggeldes den Aufenthalt in einer Privatklinik finanzieren würde, kann jemand mit einer obligatorischen Grundversicherung auch mithilfe des Taggeldes eine Privatklinik nicht bezahlen. Vorsicht: Vertrauen Sie blind auf Ihren Versicherer könnten Sie am Ende eventuell draufzahlen.

Mit einer Spitaltaggeldversicherung sollten Sie sich ausserdem nicht darauf verlassen, Ihren Lohnausfall aufzufangen, denn auch wenn Sie krank sind, müssen Sie nicht immer auch ins Spital und genau in diesem Fall greift die Versicherung nicht. Greifen Sie lieber auf eine standardisierte Taggeldversicherung zurück.

Die Prämienhöhe ist von dem Eintrittsalter und der Variante abhängig. Viele Versicherungen bieten einen Rabatt an, mit dessen Hilfe die Spitaltaggeldversicherung mit anderen Versicherungen kombiniert werden können und somit bis zu 25% Rabatt möglich sind. Ein Krankenkassenvergleich lohnt sich auch hier in jedem Fall.

Welche Leistungen sind versichert?

Viele Versicherer haben zudem eine Karenzfrist von bis zu zwei Jahren, in denen sie kein Spitaltaggeld auszahlen müssen, falls Sie eingeliefert werden.

Versicherte sollen mit dem Taggeld private Zusatzleistungen im Spital bezahlen können, wie z.B. ein Einbettzimmer oder eine Haushaltshilfe. Für Geburten wird eine Pauschale ausgezahlt, unabhängig von der Länge des Aufenthalts.

Einige Aufenthalte sind von einer Deckung ausgeschlossen, dazu gehören:

    • durch Drogen und Suchtmittel verursachte
    • kosmetische Operationen
    • Aufenthalt nach dem Begehen eines Verbrechens
    • Behandlungen, die auf ein unnötiges Risiko zurückgehen

Wofür darf das Geld eingesetzt werden?

Das Geld wird oft bar auf die Hand entrichtet und kann ganz nach Ihren Wünschen eingesetzt werden. Viele Patientinnen und Patienten setzen das Geld für ein Upgrade auf halbprivat oder privat ein. Ob dies aus finanzieller Perspektive Sinn macht, muss jede und jeder für sich selbst entscheiden.

Vorteile

Nachteile

–  Geld kann für alles eingesetzt werden

–  Upgrades sind möglich

–  u.U. günstiger als eine Spitalzusatzversicherung

–  nicht jeder Aufenthalt wird bezahlt

–  Karenzzeit

–  eventuell zahlen Patienten drauf

Kaffee, Telefongebühren oder Reisekosten für Angehörige zu versichern, lohnt sich erfahrungsgemäss eher nicht, da diese Ausgaben keine nennenswerte finanzielle Belastung darstellen. Wer sich die Möglichkeit auf ein Zweibett-Zimmer oder Einbett-Zimmer sichern möchte, sollte ebenfalls eher zu einer Spitalzusatzversicherung greifen.

Fazit

Bitte achten Sie auf der Suche nach einem geeigneten Anbieter für Spitaltaggeldversicherungen auf jedes Detail. Die Versicherungsgesellschaften offerieren die Policen zu grossen Prämienunterschieden. Deshalb ist es wichtig, dass Sie sich das Versicherungsunternehmen Ihrer Wahl mit Bedacht auswählen. 

Im Gegensatz zur Grundversicherung ist die Krankenkasse nicht gezwungen, potentielle Interessenten aufzunehmen bzw. diese zu versichern. Aus diesem Grund müssen Sie eventuell auch etwas Geduld haben, bis Sie einen geeigneten Anbieter gefunden haben. 

Eine sinnvolle Ergänzung zur Spitaltagegeldversicherung ist ausserdem die sogenannte Spitalzusatzversicherung. Diese Police räumt Versicherungsnehmern bei der Wahl eines geeigneten Spitals sowie bei der Behandlung erhöhten Komfort und mehr Flexibilität ein. 

Krankenkassen vergleichen lohnt sich! Jetzt hier klicken und sparen!

Teilen

Krankenkassen vergleichen

Vergleichen Sie schnell und kostenlos alle Krankenkassen.

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

Lohnt sich eine Spitalzusatzversicherung?

Zusatzversicherung

Lohnt sich eine Spitalzusatzversicherung?

Die Kosten für eine Spitalzusatzversicherung tragen rund ein Viertel der Schweizerinnen und Schweizer gern zusätzlich zu den Prämienhöhen der Grundversicherung. Über einen Zeitraum von mehreren Jahren kommen da einige Franken zusammen – Grund genug, sich zu fragen, ob sich eine Spitalzusatzversicherung lohnt.

Zusatzversicherung

Vorteile der Spitalzusatzversicherung

Im Rahmen der Grundversicherung haben Versicherte seit 2012 in der Schweiz die freie Wahl, in welches Spital sie sich begeben wollen. Voraussetzung ist, dass es auf der Spitalliste ihres Wohnkantons steht. 

Wenn die Behandlung im Ende allerdings doch mehr kostet als in einem Spital ihres Wohnkantons, müssen Versicherte diese Differenz aus eigener Tasche bezahlen. Daher gibt es die Zusatzversicherung “Spital Allgemein Schweiz”, die diese Kosten übernimmt.

Die wichtigsten Vorteile einer Zusatzversicherung im Überblick:

    • Freie Arzt- und Spitalwahl für die Versicherten mit dem Tarifvertrag Versicherer-Spital
    • Anspruch auf ein Einbett oder Zweibett-Zimmer
    • Chefärztin- oder Kaderarztbehandlung
    • Extras wie schnelle Termine bei Spezialisten
    • Termine nach Wahl
    • Komfortprivilegien: grosse Speisekarte, Massagen etc.

Wie schliesse ich eine Zusatzversicherung ab?

Wo die Grundversicherung in der Schweiz obligatorisch ist und die Versicherung gezwungen sind, die Wechselnden aufzunehmen, gestaltet sich der Aufnahmeprozess bei den Zusatzversicherungen anders. Oft gibt es im Vorhinein eine Gesundheitsprüfung und die Versicherungen behalten sich das Recht vor, ohne Angabe von Gründen die Aufnahme zu verweigern. Auch Vorbehalte wie spätere Leiden können von den Versicherern gemacht werden.

Mit zunehmendem Alter steigen die Kosten für eine Spitalzusatzversicherung. Statistiken zufolge können sich die Kosten einer Spitalzusatzversicherung nach 30 Jahre auf bis zu 125.000 Franken belaufen. Spitalaufenthalten auf einer privaten bzw. halbprivaten Abteilung haben einen stolzen Preis, der in manchen Fällen das doppelte von dem betragen kann, was er für Grundversicherte kostet.

Schriftliche Offerte nicht vergessen

Die voraussichtlichen Kosten sollten daher vorher mit dem Spital geklärt werden (soweit es möglich ist). Dies sollte zwischen behandelndem Arzt und der Krankenkasse geschehen und mithilfe einer schriftlichen Offerte festgehalten werden. Im besten Fall können Sie von Ihrer Kasse eine schriftliche und detailliert Kostengutschrift verlangen.

Auch ein Zimmerwechsel sollte vorher vereinbart werden, denn erfahrungsgemäss haben wenige Spitäler Interesse an einem Wechsel. Flexible Versicherungsangebote der Kassen bieten Zimmer-Upgrades für ihre Versicherten an. Doch diese Flex-Angebote sind nicht in jedem Kanton erhältlich und meist sehr teuer. Sie sollten vorher auf lange Sicht ausrechnen, ob sich ein Eintritt finanziell lohnen würde.

Halbprivate oder Private Zusatzversicherung?

Die Frage ist so alt wie das Angebot der Zusatzversicherungen: Welche Vorteile haben halbprivate und private Zusatzversicherungen?

halbprivat

privat

● Anspruch auf einen stationären Aufenthalt in einem Zweibettzimmer

● Behandlung durch den Oberarzt

● freie Spitalwahl in der Schweiz

● Mehrkosten für Zweibettzimmer und Oberarzt-Behandlung durch Spitalzusatzversicherung

● zahlt die Differenz zwischen Kosten für den Spitalaufenthalt in der allgemeinen Abteilung im Wohnsitzkanton

● zahlt die private Abteilung eines Spitals nach Wahl

● Einbettzimmer-Anspruch

● Chefärztin-Behandlung (in manchen privaten Kliniken ist die Behandlung durch den Chefarzt evtl. ausgeschlossen)

Die Prämien für die halbprivate Versicherung sind oft sehr hoch. Ausserdem haben die meisten Spitäler in der Schweiz bereits Zweibettzimmer, sodass sich die Kosten der Zusatzversicherung für das Spital nur auf die Oberärztin-Behandlung beschränken würden.

Die private Versicherung ist die teuerste Variante, doch es kann geprüft werden, ob Sie die Prämien durch Selbstbehalt oder ein Bonussystem einschränken können. Die Beschränkung auf einige wenige Spitäler, die gewählt werden können, kann ausserdem Kosten senken.

Fazit: Wie sinnvoll ist eine Spitalzusatzversicherung denn nun?

Inwiefern eine Spitalzusatzversicherung in Betracht kommt, muss letztendlich jeder für sich selbst entscheiden. Doch Fakt ist, dass Versicherungsnehmer einige Privilegien geniessen, die Patienten ohne Zusatzversicherung vorenthalten bleiben. 

Doch wo Sonne ist, ist auch Schatten. Dieser möglichen Nachteile sollten sich potentielle Versicherungsnehmer auch bewusst sein. Wer sich dennoch für Police entscheidet, wird diese Wahl auch nicht bereuen. Ein Beispiel ist die Höhe der Prämien, die Versicherer ganz individuell nach eigenem Ermessen festlegen. 

Hierbei sind das Alter und Geschlecht der Versicherungsnehmer wichtige Komponenten, die sich auf die Höhe der Prämien auswirken. Wer deshalb bares Geld sparen möchte, sollte Konditionen einzelner Versicherungsgesellschaften miteinander vergleichen. 

Klicke auf den Krankenkassenvergleich um die beste Spitalzusatzversicherung zu finden!

Teilen

Krankenkassen vergleichen

Vergleichen Sie schnell und kostenlos alle Krankenkassen.

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren: